Sonntag, 17. Mai 2009

Taktik&Co. - Calandra Truthsayer

Heute möchte ich ein paar meiner Gedanken und Erfahrungen bezüglich der neuen Gypsie-Trollin mit euch teilen und aufzeigen, warum ich sie für den derzeit besten Warlock im Trollarsenal halte.

Das Augenmerk fällt für gewöhnlich zuerst auf die Statline und direkt fühlt man hier die nackte Angst in sich aufsteigen, denn diese ähnelt in frappierender Weise der Doomshapers. Gerade mal ein mageres Pünktchen mehr DEF ist hier zu verzeichnen. DEF14, ARM14 und magere 16 LP scheinen ihr nicht unbedingt ein langes Leben zu verheißen. Auch die Offensiven Werte sind mit SPD 5 und MAT 5 gerade mal einem Krielwarrior ebenbürtig. Alles in allem also auf den ersten Blick ernüchternd, da sie weder austeilt wie die anderen brauchbaren Trolllocks, noch besonders widerstandsfähig anmutet. Einziger Lichtblick ist hier der Furywert von 7, etwas wonach man bei Trollen für gewöhnlich lange suchen muss..

Zum Glück spielen ihre Fähigkeiten und Zauber in einer ganz anderen Liga und machen die oben genannten Bedenken mehr als wett. Fangen wir mit den Fähigkeiten an:

Fate Bound - Wer hat nicht schon mal einen Schlüsselwurf in den Sand gesetzt und ist an seinen eigenen Würfeln verzweifelt? Gerade die benötigte 15 zum Treffen gewürfelt nur um beim Schaden die 1,1,2 zu sehen und frustriert aufzustöhnen? Wir alle kennen solche Momente. Doch mit Calandra kann man dem Schicksal ein Schnippchen schlagen und bekommt eine zweite Chance. Befreundete Trollmodelle in ihrer CTRL-Area(beachte:Locks befinden sich immer in ihrer eigenen Kontrolzone!) können Treffer oder Schadenswürfe wiederholen. Kosten dafür: je einen ihrer Furypunkte. Für meine Begriffe spottbillig und vor allem bei Assasinationruns Gold wert. Nebenbei bemerkt: Wenn der Impaler einen schwachen Moment hat oder der Pyre das Feuer nicht anbekommt, einfach nochmal probieren. Erfolgreiche Angriffswürfe dürfen auf Wunsch nämlich ebenfalls wiederholt werden ;)

Precognitive Awareness - Der Grund warum man für Calandras Überleben weit weniger Aufwand betreiben muss als für Doomshapers. Die +2DEF gegen Magie- und Fernkampfangriffe bringen sie auf eine respektable 16 und damit gerade aus der Reichweite der meisten Fernkampfangriffe. Das heißt nicht, dass man sie unbedacht im Feindfeuer platzieren kann, denn CRAs und die gelegentliche 6,6 sind immer noch saugefährlich, aber es erleichtert das Leben doch um einiges. Idealerweise nimmt man auch noch die Gobber mit und bringt sie entweder auf DEF 18 oder verweigert am Besten die Sichtlinie komplett. Als kleinen Bonus kann sie sich einmal pro Zug bewegen insofern sie von oben genannten Angriffen verfehlt wird. Ideal um hinter ein paar anderen Modellen oder Gelände Deckung zu suchen und weiterem Feuer aus dem Weg zu gehen. Falls beides nicht verfügbar ist kann man auch im Nahkampf Deckung suchen. Dabei sollte man allerdings darauf achten vor wessen Nase man sich platziert.

Prognostication - Ein kleiner Bonus auf den Startwurf. Verblasst auf den ersten Blick gegenüber ihren anderen Fähigkeiten. Wenn man allerdings bedenkt wie wichtig der erste Zug in vielen Szenarien ist, ist man für jede kleine Hilfe dankbar.

Tough - Jeder kennt es, viele hassen es. Gewöhnlich finde ich es zu unzuverlässig. Die Featrunde macht es besser, aber nicht niedergeschmettert werden zu können, hilft ihr wesentlich mehr beim Überleben.

Ihr Käsemesser schneidet mit mächtgen P+S 10. Auch hier fühlt man sich an einen Krielwarrior erinnert. Man muss lange suchen um ähnliches bei anderen Castern/Locks anzutreffen. Gottseidank hat sie noch ein, zwei Tricks im Ärmel wenn das Spiel auf Messers Schneide steht.

Finisher - Einen extra Schadenswürfel gegen verwundete lebende Modelle. Damit wird sie nach der ersten Attacke effektiv zum Weaponmaster gegen die meisten Gegner, wodurch der erste Eindruck bezüglich ihrer Kampfkraft Lügen gestraft wird. MAT 5 trübt die freude jedoch ein wenig, da selbst mit geboostetem Angriffswurf die 16 nicht verlässlich erreicht wird. Doch Calandra wäre nicht Calandra wenn sie dafür nicht auch eine Lösung hätte(Stichwort: Fate Bound+Misfortune).

Visions of War - Zerstört Calandra ein gegnerisches Modell dürfen alle Trollmodelle in ihrer Ctrl-Zone misslungene Trefferwürfe wiederholen. Klingt verlockend und ist potentiell sehr mächtig, allerdings kann das auch nach hinten losgehen, falls man sich dazu verleiten lässt die Gute dabei zu weit nach vorn zu platzieren. Mit einer Chargereichweite von furchterregenden 8,5" und MAT 5 auch nicht allzu einfach zu triggern. Zum Glück gibt es Befuddle und Misfortune/Fate Bound um da abzuhelfen. Mit Bedacht und im richtigen Moment eingesetzt schon fast ein Feat für sich.

Da wir gerade bei Feats sind. Calandras ist eines der besseren Sorte. Zwar verursacht es beim Gegner weder Schaden noch behindert es ihn direkt, aber Good Omens erhöht die Überlebenschancen der eigenen Modelle um einiges. Für eine Armee, die für gewöhnlich erstmal einen Schlag wegstecken muss bevor sie selbst austeilen kann, sehr nützlich. Tough auf die 3+kann den Gegner zum Verzweifeln bringen und erhöht das Durchhaltevermögen, insbesondere von 1LP Infanterie, beträchtlich. Allerdings ist die Performance hier sehr stark vom Glück abhängig, da die Würfel mitspielen müssen. Der zweite Teil des Feats ist dafür umso verlässlicher, denn das nicht niedergeschmettert werden können betrifft alle eigenen Modelle inklusive Warbeasts, nicht nur solche mit Toughwurf. Es verhindert zum einen die bekannten Behinderungen durch erfolgreiche Toughwürfe und erspart es so dem Fellcaller Reveille einsetzen zu müssen und zum anderen negiert es gewisse Feats(z.B. Kreoss, Bartolo) vollständig bzw. beträchtlich. Einen Freiflugschein für Dires und Heroes gibt es in dieser Runde ebenfalls, auch wenn mal kein Fellcaller in der Nähe ist.

Nicht das geringste Arument zu ihren Gunsten ist ihre Spruchliste, bestehend aus fünf sehr guten Sprüchen. Nutzloses ist hier eigentlich nicht dabei. Im Folgenden nach meiner persönlichen Präferenz aufgelistet:

Star Crossed - Ein negatives Signs&Portents für den Gegner, solange sich das attackierende Modell in Calandras Ctrl-Zone befindet. Diese Einschränkung mag auf den ersten Blick ein wenig enttäuschen, aber 14" sind weit mehr als man oft denkt. Es erhöht die effektive DEF der Trollmodelle um durchschnittlich 2,5 Punkte. Weniger getroffen zu werden  ist für gewöhnlich um einiges nützlicher als mehr auszuhalten. Hier mal ein paar Zahlenbeispiele:

Der Durchschnittliche Troll mit DEF 12 wird von einem Gegner mit MAT 7 in 83% der Fälle getroffen. Mit Star Crossed sinkt dieser Wert auf 64%.

Hat der Gegner nur MAT 6 sinkt der Wert von von 72% auf 47%.

Eklig wird die Sache bei Champs in Base-to-Base mit DEF 14. Die Trefferwahrscheinlichkeit eines Gegners mit MAT 7 sinkt mit Star Crossed von 58% auf 32%. Wenn die Gobberwolke daruaf liegt gar von 28% auf 11%!

Die vollständige Liste: http://www.privateerpressforums.com/index.php?showtopic=172695&hl=star+crossed

Zusammen mit dem Feat wird das ein extrem frustrierender Zug für den Gegner. Nicht zuletzt erhöht Star Crossed gepaart mit Precognitive Awareness auch Calandras eigene Defense und damit Überlebensfähigkeit merkbar.

Befuddle - Calandra darf die Zieleinheit/das Zielmodell bis zu 3" bewegen. Liest er sich auf den ersten Blick relativ harmlos, enthüllt der Spruch sein hohes Potential, wenn man anfängt über mögliche Anwendungen nachzudenken. Dinge die man mit Befuddle anrichten kann:

Die eigene Threatrange um 3" erhöhen(Und du dachtest, du wärst in 11" Entfernung sicher vor den Champs)

Den Gegner um 180 Grad wenden lassen um ihm so den Charge im nächsten Zug zu versagen oder den eigenen Einheiten den Backstrike-Bonus zu gewähren.

Des Gegners Einheit aus dem Moshpit/der Zone herauslaufen lassen oder auch mal in schwieriges Gelände.

Die Chargelinien des Gegners mit seinen eigenen Modellen zustellen.

Einen Centurion, MoW Drakhun oder Old Rowdie umdrehen.

usw...

Die Anwendungen sind wirklich mannigfaltig. Einziger Wermutstropfen ist die bescheidene Reichweite von 8", hier helfen aber die Bonegrinder bereitwillig aus. Der Spruch wirkt im übrigen auch auf gegnerische Caster/Locks. Sollte die Assassination trotzdem fehlschlagen, lohnt es sich den Spruch abzukeepen, denn die wenigsten haben einen CMD-Wert über 8.

Misfortune - Eigentlich genau wie Grims Mantrap, nur besser. Die Gründe hierfür sind trotz der um 2 niedrigeren Power ein Furystat von 7 und die billigen Kosten von 2 Fury. Heißt im Klartext: Man trifft besser und kann den Spruch obendrein noch öfter casten. Ein weiterer Grund für die Bonegrinders, denn eine 13"er Range macht den Spruch noch gefährlicher. Alle die schonmal gegen Grim gespielt haben wissen um die verheerende Wirkung dieses Spruches.

Soothing Song - Mann gibt einen Fury aus und darf dafür von jedem Beast einen herunternehmen. Furymanagement ist eine Premiere für Trolle. Dadurch kann Calandra bei Bedarf sehr beastlastig spielen. 4-5 Lights sind kein Problem, selbst wenn sie auf vollen Touren laufen.

Lucky Day - Verleiht einem befreundeten Modell Precognitive Awareness. Was für Calandra gut ist, sollte auch für andere Trolle nicht verkehrt sein. Schön für den allzeit gefährdeten Fellcaller oder auch einen Impaler. Beide haben von Haus aus DEF 13 und kommen so auf eine respektable 15. Noch besser, wenn dazu noch Star Crossed gecastet ist, was es in den schusslastigen Anfangszügen auch sein sollte. Leider wirkt es nicht auf ganze Units, aber das wäre dann wohl auch zu stark.

Soviel zu ihren mehr als eindrucksvollen Fähigkeiten und Zaubern, die ihre magere Statline bei Weitem wieder wettmachen. De facto ist sie ein schweizer Taschenmesser, da sie für alle Situationen etwas parat hat. Auch ist sie mit der Kombi aus Precognitive Awareness, Star Crossed und ihrem Feat trotz ihrer DEF14/ARM14 bei weitem widerstandsfähiger als es zuerst den Anschein hat. Obendrein ist sie mit 63 Punkten auch noch spottbillig. Addiert man die Swampgobber hinzu ist sie nur zwei Punkte teurer als Grim, der ohne diese ja auch ziemlich gefährlich lebt.

Aufgrund ihrer Vorzüge kann man sie mit nahezu allem aus dem Trollarsenal aufs Feld schicken. Deshalb werde ich mich im Folgenden hauptsächlich auf meine bisherigen Erfahrungen mit ihr beziehen.

Impaler - Das Trollbeast schlechthin und von vielen seiner Opfer verflucht. Mit Calandra wirds noch ein wenig ekliger. Fate Bound ermöglicht den Reroll wenn man den Crit mal wirklich brauch und Befuddle verschafft bei Bedarf den Backstrike-Bonus und erhöht damit die Crit Wahrscheinlichkeit weiter. Durch die Umpositionierung kann man die Slamauswirkungen optimieren.

Pyre - Ein netter Crit für den das gleiche gilt wie beim Implaer. Außerdem ein Damagebuff(eins der beiden Dinge die Calandra nicht mitbringt) und nicht zu vergessen eine AOE, die gegen Infanterieschwärme hilft. Zwei offene Klauen erlauben die volle Bandbreite an Powerattacks. Zusammen mit dem Hero kann man so in Calandras Featrunde eine Herobomb zünden.

Champs - Die zuverlässige Zugmaschine der Trolle und für sich allein schon eine formidable Einheit. Star Crossed erhöht ihr legendäres Durchhaltevermögen noch weiter und mit Befuddle können sie sogar ab und an mal selbst chargen(erschreckende Vorstellung was?). Nebenbei sind sie ein guter Schutzschirm für die dicke Tänzerin.

Kriels - Zusammen mit dem UA und dem WA ein echter Stock im Getriebe der gegnerischen Armee. Eine 4+ Toughrunde(Minifeat) gefolgt von einer 3+ Toughrunde(Feat), Fearless(Standarte) und no knockdown machen sie für 1LP Infanterie erstaunlich hartnäckig. Mit der 5" Formation vom Piper kann man spätestens in der zweiten Runde die komplette feindliche Frontlinie verwickeln und so dem Rest der Armee Zeit verschaffen. Fate Bound sorgt dafür, dass der Caber Toss bzw. Piledriver auch ins Schwaze trifft.

Scattergunners - Profitieren wie die Kriels enorm vom Feat. Mittels Befuddle lassen sich gegnerische Einheiten optimal für Sprays platzieren und der Backstrike-Bonus bringt sie schon ohne den Fellcaller auf RAT 7. Bei Unitleadern lohnt sich Fate Bound und sollte Calandra Visions of War triggern bricht die Hölle los. Dennoch werde ich sie wohl in Zukunft gegen zwei Einheiten Runeshaper austauschen(sobald diese erhältlich sind), Grunde hierfür: AOEs sowie ein Zauberwert von 8.

Burrowers - Der +1 Bonus auf den Startwurf bringt oft den ersten Zug und ermöglicht so eine sicherere Platzierung. Befuddle erhöht ihre Bedrohungsreichweite(3") und ihre Treffergenauigkeit(Backstrikebonus). Ein eingestreutes Misfortune kommt einem Todesurteil gleich. Nicht zuletzt profitieren auch sie vom Feat.

Krielstone - Mit UA ein so vielseitig wie in jeder anderen Trolliste auch. Allerdings mitunter schwer zu füllen, da man meist schon in der ersten Runde Star Crossed zaubert, vor allem wenn man nicht den ersten Zug bekommen hat. Im Moment steht er deshalb bei mir ein wenig auf der Kippe. Zudem bedeuted er mehr Medium Bases in einer eh schon zahlenstarken Armeeaufstellung, wodurch das manövrieren schon zur Herausforderung werden kann. Pluspunkte sind natürlich die vielseitigen Auren.

Bone Grinder - Misfortune auf 13" und Befuddle auf 11". Mehr brauch man nicht zu sagen. Profitieren als Minions leider nicht vom Feat und Star Crossed.

Fellcaller - Behebt die zweite Schwäche Calandras, nämlich Geländegängigkeit, und hilft außerdem den Scattergunnern bei ihrem Vernichtungswerk. Ansonsten ein Aktivposten wie in jeder anderen Trollliste auch.

Hero - Hier gilt im Wesentlichen das gleiche wie für die Champs. Als kleines Sahnehäubchen kommt er in der Featrunde immer zum Zurückschlagen solange man die 3+ schafft. Die Herobomb hatte ich weiter oben ja schon erwähnt.

Demnach sieht meine derzeitige Calandraliste wie folgt aus:

Fraktion: Trollblood
Punkte: 746
Anzahl Modelle: 41
Siegpunkte: 27

Calandra Truthsayer, Oracle of the Glimmerwood 
Pyre Troll 
Troll Impaler 
Troll Impaler 
Fell Caller 
Trollkin Hero 
Kriel Warriors [10] (4 zusätzlich)
> Kriel Warrior Standard & Piper [2]
> Kriel Warrior Caber Thrower [1]
Krielstone Bearer & Stone Scribes [4] (0 zusätzlich)
> Stone Scribe Elder [1]
Trollkin Champions [5]
Trollkin Scattergunners [6] (0 zusätzlich)
Farrow Bone Grinders [4] (0 zusätzlich)
Swamp Gobber Bellows Crew [2]

Bis jetzt habe ich sie nur auf 750 Punkten getestet. Trotzdem bin ich der Meinung, dass sie ihre Vorteile auf 500 Punkten nicht voll zur Geltung kommen. Bis jetzt ist sie noch ungeschlagen(ELylith, EThargrosh, ESorscha).

Samstag, 2. Mai 2009

Workbench I - Angry Impaler

Beginnen möchte ich diese Rubrik indem ich hier die Frucht meiner letzten Bemühungen zur Schau stelle. Die meisten TTler kennen das Problem: Man möchte eine Figur zweimal aufstellen, hat aber so gar keine Lust darauf, dass beide dann auch noch gleich aussehen. Was bei normalen Grunts durch deren Anzahl noch verschmerzbar ist, wird bei Warbeasts zum Problem, denn hier fällt es aufgrund fehlender Masse sofort ins Auge. An dieser Stelle heißt es dann, entweder damit leben lernen oder ab an die Werkbank und loshobeln.

Ums kurz zu machen, Ich habe mich für die zweite Variante entschieden, vor allem da man als Trollspieler öfter mal mit dem Gedanken spielt zwei Impaler zugleich einzusetzen. Die Aussicht auf kommende 750er hat auch nicht gerade wenig zur Entscheidungsfindung beigetragen. Hier also das Ergebnis einiger Stunden Heimwerkerei:




Zum Vergleich habe ich einen Impaler in normaler Pose daneben aufgestellt. Das Ergebnis ist ganz ordentlich geworden und ich bin zufrieden. Auch ist es für meine erste größere GS Arbeit ganz gut gelaufen, wenn man mal davon absehen will, dass ich den Spaß effektiv zweimal gemacht habe. Beim ersten Mal ist mir nämlich erst ziemlich spät, soll heißen nach der Oberarmmodellierung, aufgefallen, dass jener ein wenig zu lang war und damit die Proportionen nicht stimmten. Also alles nochmal runter, Metallstift kürzen und neu beginnen. Aber ich denke es hat sich im Endeffekt gelohnt, da er jetzt bedeutend besser und natürlicher aussieht.

Donnerstag, 30. April 2009

Erstes Blut

Gestern Abend habe ich mit Karo ihr erstes Tooth&Claw Spielchen auf 350 Punkte gespielt. Da wir für den Circle sowieso noch keine Warbests da haben, durfte sie sich aus den drei Büchern zusammenstellen, was ihr gefällt. Am Ende spielten wir beide die neuen Meta-Locks.

Ihre Armeezusammenstellung war schließlich folgende:

Mohsar, Warpwolf, Woldwarden, Woldwyrd

Die meinige sah wie folgt aus:

Calandra, Mulg, Axer, Impaler

Ich werde jetzt nicht weiter ins Detail gehen, da es wie gesagt ihr erstes Spiel war und demzufolge keine hochtaktische Schlacht. Aber hier ein paar Beobachtungen die wir gemacht haben:

1. Mohsars Salzsäulen sind unglaublich stark auf diesem Punktlevel. Sie kosten nur 2 Fury das Stück, so dass er bis zu vier errichten kann(kein Upkeep-Zauber). Sie lassen sich überall in seiner 16" Kontrollzone aufstellen, wodurch man hervorragend Chargewege verbauen und nicht zuletzt auch ihn selbst(DEF 14/ARM 14) decken kann.

2. Sein Feat ist für das Format auch ziemlich verheerend. Da es mir das leachen verbietet, sind prompt auch gleich Axer und Impaler ausgerastet und haben sich gegenseitig angegriffen. Mulg war trotz 4 Fury besonnener, ansonsten wär der Impaler Matsch gewesen.

3. Mulg macht gut Aua. Warpwolf und Impaler hat er je in einer Runde gefrühstückt. Die MAT 6 macht sich aüßerst positiv bemerkbar beim Treffen.

4. Calandra steckt voller Möglichkeiten, die ich aber nicht annähernd genutzt habe. Star Crossed habe ich zwar jede Runde gezaubert, aber dann doch in Karos Zug immer vergessen. Fate Bound ist zusammen mit einem Impaler übel. Natürlich habe ich in der einen Situation, wo es was gebracht hätte, nicht daran gedacht. Soothing Song hätte Mohsars Feat zumindest ein wenig entschärft, da die Menge an Fury auf meinen Beasts und damit die Wahrscheinlichkeit das sie Austicken geringer gewesen wäre.

Das wars fürs erste. Wahrscheinlich werden wir heute Abend ein weiteres Match spielen. Den Bericht gibts dann wie immer hier.

Dienstag, 28. April 2009

Creating the Battlefield, Teil I: Rasenpflege

Wie im Einleitungsposting angekündigt, habe ich mich die letzten Tage um eine eigene Platte bemüht. Hört sich einfach an, war es aber nicht so ganz.

Größtes Problem war das Fehlen eines vierrädrigen mit fossilem Brennstoff betriebenen Gefährts, manchmal auch Auto genannt. Deshalb mussten wir auf die altmodische Tram zurückgreifen, die wir aus Kostengründen aber erst am Samstag nutzen konnten, da wir kein Semesterticket gekauft haben. Wozu auch, wenn man ein Fahrrad hat? Doof nur, dass sich 1,20x1,20 große Spanplatten damit nur leidlich transportieren lassen.

Also Samstag zum Hagebau gefahren, ein paar passende Böcke rausgesucht und dann fröhlich einen der reizenden Mitarbeiter, die dort immer Verstecke mit den Kunden zu spielen scheinen, nach einer passenden Platte gefragt. O-Ton: "Wir können nicht sägen!" 'Wie jetzt?' dachten wir uns. Hat er nicht die benötigten motorischen Fähigkeiten, hat das Management an der Ausstattung gespart oder ist die Säge einfach nur kaputt? Letzteres war offensichtlich der Fall, da, wie er uns auf unser Nachfragen erklärte, beim Einschalten der Säge immer das Lagertor aufginge und sie nun auf den Elektriker warten würden. Ein ganzer Baumarkt wartet auf einen Elektriker?!? Vielleicht einfach mal den Typen in der Elektronikabteilung fragen oder ne andere Steckdose ausprobieren... Langsam konnten wir uns des Gefühls nicht erwehren, dass wir es hier mit echten Profis zu tun hatten.

Wir entschieden uns schließlich zum OBI zu fahren, auch wenn der Weg dahin bedeutend länger ist. Dort ging dann auch alles reibungslos. Offensichtlich legt man hier Wert auf Kompetenz. Nach fünf Minuten hatten wir die Platte. Noch schnell zwei Holzböcke (nein, nicht die aus der Zooabteilung) eingesackt und ab nach Hause. Die Stellprobe verlief zufriedenstellend:

Da es mittlerweile schon recht spät war, mussten wir das Begrünen auf Montag verschieben. Da Samstags um 6.00 kein Modellbauladen in der Gegend mehr geöffnet hat, konnten wir nämlich keinen Rasen mehr kaufen. Montag abend also ging es ans Verlegen. Dabei erwies sich meine mittlerweile doch extrem umfangreiche PP-Büchersammlung als nützlicher Ballast:

Heute morgen dann konnte ich einen Blick auf das Ergebnis werfen. Ganz zufrieden bin ich nicht, da zu flüssiger Holzleim den streifigen Bereich auf der rechten Seite verursacht hat. Aber fürs Erste reicht es um darauf zu spielen und das war ja auch das Ziel. Die Platte hat ja glücklicherweise zwei Seiten und irgendwann werden wir unser Glück nochmal versuchen.

So eine flache Wiese ist ja recht langweilig, außer man will gerade Fußball spielen. Also wird die nächste Maßnahme "Bäume pflanzen" heißen.

Montag, 27. April 2009

Nix los hier?

Viel ist hier ja noch nicht passiert, seit der Blog vor einer Woche online gegangen ist. Aber keine Angst: Das Projekt ist keine Totgeburt. Um genau zu sein wird es morgen früh sogar ein Update geben, welches tatsächlich mit dem Hobby zusammenhängt.

Derweil seht hier die Schöpfung des Teufels, die die letzten Tage unsere Aufmerksamkeit gänzlich in Anspruch genommen hat:

Eine 3000teilige, ganze Abende verschlingende Aufgabe, die jetzt glücklicherweise beendet ist. Ab jetzt heißt es den Tabletop-Tunnelblick einzuschalten und all den Verlockungen, die da am Wegesrand lauern, zu widerstehen.

Montag, 20. April 2009

Warum ein Blog?

Ja, also warum eigentlich...? Die Idee dafür geistert schon eine ganze Weile in meinem Hirn rum und nach dem eher durchwachsenen Turnier am Samstag habe ich mich entschlossen, endlich Nägel mit Köpfen zu machen. Gründe dafür gibt es viele, die wichtigsten drei wären:

1) Obwohl ich meine Trolle nun schon seit den Anfängen von Hordes spiele (davor waren es Söldner), habe ich es in der ganzen Zeit wohl kaum auf mehr als 35 Spiele gebracht. Das macht nicht mal ein Spiel im Monat! Gründe dafür gibt es viele (monatelange Pause, kein LGS, relativ überschaubarer Spielerkreis, etc.), aber Fakt ist, dass ich damit nicht zufrieden sein kann. Die mangelnde Spielerfahrung hat sich denn auch am Samstag wieder gezeigt, da ich zwar Grim inzwischen in und auswendig kenne und dementsprechend auch gute Resultate erziele, meine andere Liste, mit der ich nahezu keine Spielerfahrung hatte, aber gnadenlos unterging. Was also tun? Die Antwort heißt: spielen, spielen, spielen! Und natürlich aus gemachten Fehlern lernen. Deswegen werde ich hier Spielberichte und taktische Überlegungen posten und hoffe auf das ein oder andere Feedback der hoffentlich zahlreichen Besucher ;)

2) Das leidige Thema meiner gesamten Tabletoplaufbahn: Figuren anmalen. Wahrscheinlich aus mangelnder Motivation und Versagensangst heraus habe ich seit nunmehr über einem Jahr keinen Pinsel mehr in der Hand gehabt. Um ehrlich zu sein liegen meine Präferenzen auch mehr beim Umbauen und Spielen, trotzdem ist der chronisch silberne Zustand meiner Trolle etwas, das meine Gegner oft monieren und nicht zuletzt mich selbst natürlich auch wurmt. Da mir nun von meiner besseren Hälfte die Mindestquote von einer Figur/Woche aufgedrückt wurde, hege ich die leise Hoffnung, dass dieser Blog mich zusammen damit motiviert hält. Und wer weiß, vielleicht schaff ich ja sogar mehr als das...

3) Zu guter Letzt hat ja auch Karo ihre Circle und deshalb haben wir uns entschieden auch ihre Fortschritte hier zu dokumentieren. Dabei geht es erstmal vorrangig um das Bemalen, so dass die ersten Spiele zwischen uns wohl noch etwas dauern werden. Wenn es dann soweit ist, werden wir das dann auch hier in Text und Bild festhalten.

Was also ist der nächste Schritt?

Zuerst einmal werde ich mich in den nächsten Tagen um eine eigene Platte bemühen, so dass ich weniger von den zweiwöchentlichen Spielterminen abhängig bin. Das sollte schonmal eine gute Grundlage für das Angehen des ersten Problemes darstellen.